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Container – Virtualisierung der Zukunft?

Im Kontext der Cloud wird in den vergangenen Monaten immer häufiger über „Container“ gesprochen. Es klingt schon fast nach einer Art Revolution, zumindest lassen einem das die meisten Artikel glauben. Auch wir werden mit dem Begriff konfrontiert und widmen uns aus diesem Grund in dem folgenden Beitrag dem Thema „Container – Virtualisierung der Zukunft?“


Was sind eigentlich Container?

Betrachten wir dafür erst einmal ganz nüchtern die Fakten:

Container sind kleine virtuelle Server. Diese arbeiten als isolierte Prozesse, besitzen ein eigenes Dateisystem und nutzen ihre eigene Netzwerkadresse. Im Grunde denkt ein Container er wäre ein normaler virtueller Server.

Aber, Container sind viel mehr als das. Im Vergleich zu einem „klassischen“ virtuellen Server bestehen Container nur aus einem Bruchteil der benötigten Komponenten und sparen dadurch Ressourcen. Und genau aus diesem Grunde haben Container gegenüber den virtuellen Servern Vorteile.

Die so eben erwähnten Vorteile bestehen darin das Container sich eine Basis, in Form des physikalischen Servers, teilen können. Somit benötige ich nur ein vollständiges Betriebssystem und kann mehrere Container völlig isoliert von einander betreiben.


Wofür können Container verwendet werden?

Ein Container kann für alles verwendet werden, wofür wir heute virtuelle Server verwenden. Zum Beispiel ein Datenbankserver oder ein Webserver. Nahezu jede Anwendung kann in einem Container betrieben werden.

Da stellt sich die Frage, wieso benutzen wir nicht weiter virtuelle Server?
Wie bereits erwähnt teilen sich Container die physikalischen Ressourcen besser als ein virtueller Server. Das bedeutet das die Container kein eigenes Betriebssystem brauchen und viele Komponenten vom Betriebssystem des physikalischen Servers mitnutzen.

Somit eigenen sich Container deutlich besser für einen temporären oder kurzfristigen Einsatz.
Sie benötigen eine Testumgebung? In wenigen Sekunden steht ein Container mit der benötigten Anwendung bereit. Sobald Ihr Test abgeschlossen ist können Sie den Container wieder löschen.

Zur Optimierung dieser Bereitstellung von Container können verschiedene Methoden, wie zum Beispiel ein Container-Cluster genutzt werden. Dazu aber in einem anderen Artikel mehr.


Wie stelle ich einen Container bereit?

Zur Bereitstellung eines Containers wird eine Plattform benötigt. Diese muss auf dem Betriebssystem des physikalischen Servers installiert werden.

Eine der bekanntesten Plattform ist Docker. Mithilfe dieser kann die Interaktion mit Containern sehr vereinfacht werden.
Weitere Plattformen sind zum Beispiel: Titus, Kata Containers oder Red Hat OpenShift

Dank Docker werden Container vom Betriebssystem unabhängiger, bedeutet sie lassen sich auf Linux, MacOS, Windows und in der Cloud nutzen. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es noch Einschränkungen, auf die ich gerne in weiteren Artikeln eingehen möchte.

Docker bietet zur Verwaltung von Containervorlagen ein Repository, also ein Art Bibliothek an. In dieser können Containervorlagen zur allgemeinen Nutzung bereitgestellt werden.

Diese Vorlagen enthalten Instruktionen zur Bereitstellung eines Containers. Somit kann in den Vorlagen definiert werden welches Betriebssystem benötigt wird und welche Anwendungen in dem Container betrieben werden.

In weiteren Artikeln möchte ich mich nun über verschiedene Themen rund um Container beschäftigen. Neben weiteren Grundlagen möchte ich auch weiterführendes Wissen vermitteln.

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